HeiDra 2020
 
Hier sitze ich nun vor euch, lächelnd, in meinem selbstgestrickten Reagan Jäckchen – das war im September 2020 und eure und meine Welt war noch ganz ok. Nun sind einige Monate vergangen und viel ist passiert, draußen und hier bei uns. Einiger Kummerspeck hat sich auch angesammelt und ich habe mir nach über 40 Jahren das Rauchen abgewöhnt !
 
Was Corona hier verändert hat
Ich kann seit Monaten keine Wolle mehr färben – meine Küche wird nun für das benutzt, wofür sie ja eigentlich auch angeschafft wurde, zum Kochen. Mein Mann ist seit Oktober 2020 im Homeoffice und nicht, wie es sonst üblich war, die ganze Woche unterwegs. Da lohnt es einfach nicht, die ganzen Färbeutensilien aus dem Keller zu holen, um sie nach 2-3 Stunden wieder wegzupacken. 
Dazu kommt, wir bauen ein neues Haus, 170 KM von unserem Heimatort entfernt, verkaufen unser altes Haus und die Küche natürlich mit. Da kann ich keine Farbflecken und Färberückstände riskieren. 
Doch im neuen Haus habe ich eine eigene Färbeküche – dann läuft es aber sowas von…….
 
Zumindest im Sommer 2021 kann ich ab und zu im Garten meine Färbeküche aufbauen und ein wenig für Nachschub sorgen. Ach ja, noch eine Corona Auswirkung – es gibt viele Lieferengpässe bei Wolle und ganz besonders bei den Stricknadeln meiner Lieferanten.
 
Kommen wir zum Brexit
Mein größter Woll Lieferant kommt aus England, noch musste ich keine Bestellung aufgeben, daher kann ich hier noch nichts über die preislichen Auswirkungen sagen. Doch bei HiyaHiya hatte ich Stricknadeln bestellt und hier sind die Auswirkungen hinsichtlich Zollgebühren etc. extrem. Mal abgesehen von der Einfuhrumsatzsteuer, die bekommen wir am Jahresende mit der Steuererklärung zurück – aber zahlen und vorlegen müssen wir zunächst.
 
Bei einem Bestellwert von 914,29 Euro habe ich nun Kosten in Höhe von 76,40 Euro für Zoll, Provision, Import Abfertigung etc. Ich befürchte, irgendwann sind diese Stricknadeln nicht mehr bezahlbar für Kunden !

 

Die Zukunft

Wird zumindest für meinen Mann und mich sehr spannend. 

Der Hausbau – bald sollten uns nach Monaten des Hoffen, Bangen und Warten, die endlich genehmigten Bauanträge auch schriftlich vorliegen.  Wenn alles, aber auch wirklich alles ab jetzt gut läuft, könnten wir im Sommer 2022 einziehen. Wir werden dann ruhig, abgeschieden und mit viel Feld und Wiesen um uns herum unsere Ruhe genießen können.

Die Färbewerkstatt – darauf freue ich mich total. Eine Färbeküche, ein kleines Büro, ein Raum zum Fotografieren, Wolle die ihr anschauen könnt, eine Sitzecke mit Platz für hoffentlich bald wieder gemeinsame und gemütliche Stricktreffen bei Kaffee und Kuchen.

Der Hausverkauf – macht uns am wenigsten Sorgen, hier in der Heimat sind Häuser und Wohnungen knapp und gefragt. 

Der Umzug – viel Arbeit, viel Stress und sicher nicht ganz einfach in unserem Alter. Aber das schaffen wir auch. Die meiste Sorge bereitet uns der Umzug der großen Koifische, die sind schon von Opa und Oma geerbt und bekommen einen neuen Teich.

Der oder die Hunde – ja nun sind schon bald zwei Jahre vergangen, seit unser geliebter Leonberger Bube von uns gegangen ist. Sehr lange standen wir auf vielen Wartelisten und nun ist es soweit, am 24.04.2021 wurden 11 Hundebabies geboren, von denen wir uns einen Buben aussuchen dürfen. Mehr dazu kommt mit Sicherheit von mir 🙂 

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